Wann schadet agiles Projektmanagement?

Agilität in IT-Projekten schadet, wenn Sie am falschen Ort und zur falschen Zeit eingesetzt wird. Oder wenn es als Ausrede dient, die Anforderungen nicht oder ungenügend zu klären. Ganz nach dem Motto: In der agilen Projektführung sind Veränderung wichtiger als das Festhalten an einem Plan.

Das stimmt nur für den Projektbeginn. Sobald programmiert wird, sind ändernde Anforderungen verheerend. (Bekannt unter dem Begriff „Scope creep“). Zu Beginn braucht ein IT-Projekt viel, gegen Ende so wenig Agilität wie möglich.

Fokusverlust

Bei dauernden Änderungen und laufend neue Ideen, verliert man den Fokus. Und ohne Fokus wird der Umfang unscharf. Dinge wie Ziele, Budget und Zeit beginnen zu verschwimmen.

Nur: Mit dem Kunden gibt es bereits eine Einigung. Es ist abgemacht, was zu welchem Preis geliefert wird. Damit diese Vereinbarung eingehalten werden kann, darf der Fokus nicht verloren gehen.

Anforderungen

Eine klare Abmachung besteht aus Anforderungen. Sind diese nicht von Anfang an ausreichend bekannt, klärt man diese in einem Vorprojekt. Klaren Anforderungen erlauben eine zuverlässig Kostenangabe.

Das Argument, dass man die Anforderungen nicht im Voraus kennen kann, halte ich für Quatsch. Eine Software schreibt man für Anwender. Und diese Anwender wissen, was sie wie anwenden möchten. Wenn nicht, kann man es gerade so gut sein lassen:
Eine Software zu entwickeln, für die es keine Anwender gibt, macht keinen Sinn.

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